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Partnerships

Indien: eine langfristige Option

Wissensdichte ist real; die Fertigung steckt in den Anfängen. Realistischer Horizont: 2028+

Veröffentlicht2026-05-04 · Zuletzt überprüft2026-05-04

Indien bietet Europa zwei strategisch relevante Stärken:

  • Wissensdichte. Tata, HCL, Wipro, eine starke akademische Basis an den IITs sowie eine bedeutende Diaspora in technischen Positionen in Europa. Die Talentebene ist real und wächst.
  • Aufbau von Fertigungskapazitäten. Die Tata–PSMC-Fab in Dholera, Gujarat, plant ab 2026–2027 mit 28 nm und darüber zu beginnen, mit einer geplanten Kapazität von 50.000 Wafern pro Monat. Indien hat aus wirtschaftlichen wie geopolitischen Gründen strategisches Interesse daran, Halbleiterkapazitäten aufzubauen.

Auf einem Zeithorizont bis 2026 ist Indien jedoch kein Ersatz für Korea oder Japan. Die Fertigung steckt in den Anfängen; das Ökosystem aus Materialien, Ausrüstung, EDA und Packaging ist nicht vorhanden. Indische Fabs werden bis 2027–2028 an nicht führenden Knoten in Betrieb sein – vergleichbar mit dem Stand, den ESMC in Europa haben wird.

Realistischer Horizont für eine bedeutsame Partnerschaft: 2028+.

Was in den Jahren 2026–2027 sinnvoll geschehen kann: Forschungs- und Bildungspartnerschaften (gemeinsame Programme zwischen EU-Institutionen und IITs), Vereinbarungen zu Software- und KI-Talenten sowie möglicherweise gezielte Beschaffungspräferenzen für indische Fabs, sobald diese in Betrieb sind. All das ersetzt nicht die schwierigeren Partnerschaften in Nordostasien, legt aber den Grundstein für eine tiefere Partnerschaft im zweiten Ring im kommenden Jahrzehnt.

Indien ist die langfristige Option, nicht die mittelfristige Lösung.

Zitierte Quellen

  1. Tata Group, Tata Group to Build the Nation's First Fab in Dholera , 2024-02-29 . link · archived